trauriges...




Brief aus dem Tierparadies

 

Mein Herrchen, ich bin es Bonni, dein Hundchen, der dir diesen Brief schreibt. Ich bin im Paradies der Tiere.

Als wir in den Urlaub fuhren hieltest du an und sagtest " Bonni steig aus! " Ich sprang aus dem Wagen und du machtest die Tür zu und fuhrst fort.

Erst dachte ich du wolltest mir nur Angst machen, aber als ich dein Auto in der Ferne verschwinden sah da wurde mir klar, Du hast mich hier ausgesetzt.

Es überkam mich eine große Angst und Traurigkeit. Ich lief dir nach, aber ich konnte dich nicht mehr einholen. Ich lief ohne zu wissen wohin, da wurde ich von einem Auto angefahren und in den Graben geschleudert. Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Da lag ich nun zusammengerollt vor Schmerzen wie ein Wollknäuel. In meiner Not habe ich DICH! um Hilfe gerufen, aber du ,du warst schon weit weg.

Nach einigen Stunden des Leidens kam der Tod und brachte mich in sein Reich. Nun bin ich hier im Tierparadies. Mein Herz ist so traurig. Sag mir Bitte, warum hast DU mich ausgesetzt? Hast du mich denn so wenig lieb gehabt?

Wir sind sehr viele Hunde die von ihren Herrchen ausgesetzt wurden. Alle haben ein gebrochenes Herz. Gott, der DICH und MICH geschaffen hat, möge DIR verzeihen.

Deine Bonni ,die Dich so lieb hatte

 

 

Der richtige Himmel

 

Ein alter Mann und sein Hund liefen eine unbefestigte Straße mit Zäunen an beiden Seiten entlang. In einem der Zäune war ein Tor. Sie blickten hinein und sahen eine schöne Landschaft mit Wiesen und Wäldern. Es war genau das, was ein Hund, der gerne lebt, und sein Herrchen sich vorstellen. Aber neben dem Tor stand ein Schild: ”kein Durchgang" und so gingen sie weiter.

Sie kamen schließlich zu einem schönen Tor, in dem ein in weiß gekleideter Mann stand. ”Willkommen im Himmel!" sagte er. Der alte Mann war glücklich und wollte mit seinem Hund durch das Tor gehen. Der Torwärter hielt ihn auf: "Zutritt von Hunden ist nicht erlaubt, tut mir leid, aber er kann nicht mit reinkommen." ”Was ist denn das für ein Himmel, der Hunden den Zutritt verwehrt? Wenn er nicht mit kann, bleibe ich mit ihm draußen. Sein ganzes Leben lang war er mein treuer Begleiter. Ich werde ihn jetzt nicht verlassen."

“Machen sie es, wie sie meinen, aber ich warne sie, der Teufel befindet sich auch auf diesem Weg und er wird versuchen, sie mit schönen Worten in sein Reich zu locken. Er wird ihnen alles versprechen, aber der Hund wird auch nicht mit dürfen. Wenn Sie den Hund nicht zurücklassen, werden Sie für alle Ewigkeit auf dieser Straße bleiben müssen."

Trotz dieser Aussichten ging der Mann mit seinem Hund weiter. Sie kamen zu einem verfallenen Zaun mit einer Lücke darin, es war kein Tor, nur so etwas wie ein Loch im Zaun. Ein anderer alter Mann stand dort.

 ”Entschuldigen sie bitte, mein Hund und ich sind ziemlich müde, dürfen wir reinkommen und ein bisschen im Schatten sitzen?" ”Natürlich unter dem Baum dort finden sie kaltes Wasser. Machen sie es sich gemütlich." ”Kann ich denn meinem Hund mit hierein nehmen? Der Mann dahinten sagte, Hunde wären hier nirgends erlaubt."

”Würden Sie denn hereinkommen, wenn sie ihren Hund draußen lassen müssten?", ”Nein, das würde ich nicht und das ist auch der Grund, warum wir nicht in den Himmel gegangen sind. Wir werden für alle Ewigkeit auf dieser Straße bleiben. Ein Glas kaltes Wasser und etwas Schatten würden für´s Erste reichen. Aber ich werde nicht reinkommen, wenn mein Kamerad nicht mit hinein kann, das steht fest."

Der Mann hinter dem Zaun lachte und sagte: ”Willkommen im Himmel!" ”Was, sie meinen, das hier ist der Himmel? Und Hunde SIND erlaubt? Wie kann es sein, dass der da unten an der Straße sagte, sie wären es nicht?" ” Das war der Teufel und er bekommt alle Leute, die bereit sind, das Tier, das sie sein Leben lang begleitet hat, aufzugeben, solange sie nur in den angeblichen Himmel dürfen. Sie merken bald, dass sie einen Fehler gemacht haben, aber dann ist es zu spät.

Die Hunde kommen hierher und ihre wankelmütigen Besitzer bleiben dort. GOTT würde nicht zulassen, dass die Hunde aus dem Himmel verbannt werden. Schließlich hat ER sie als lebenslange Begleiter für ihre Menschen geschaffen, warum sollte er sie im Tod von ihnen trennen?"

 

 

 

 

Hast Du mich nicht gefunden?

 

Hurra, ich freue mich! Mein Herrchen richtet sein Auto her, wo ich doch so gerne mit ihm fahre. Wie ich hörte, soll es in den Urlaub gehen. Ich weiß zwar nicht was das ist, aber da meine ganze Familie sich freut, muss es etwas schönes sein. Es wurde viel gepackt und dann ging es los. Ich durfte meinen gewohnten Platz einnehmen und los ging es. Wir fuhren und fuhren, mir fielen die Augen zu, da plötzlich hielten wir an. Ich war sofort wach, mein Herrchen rief mich und begann mit mir zu spielen. Er warf meinen Ball immer weiter und weiter. So langsam wurde ich müde, denn es war sehr heiß, und ich war auch nicht mehr so schnell. Als ich auf den Parkplatz kam, waren auf einmal Herrchen und Auto weg..

 

Ich suchte verzweifelt den Parkplatz ab, aber ich konnte mein Herrchen nicht finden. Hunger und Durst meldeten sich und nette Menschen gaben mir Futter und Wasser, andere waren so böse, dass sie mich verjagten und sogar Steine nach mir warfen..

 

Es wurde dunkel und kühl, ich war sehr traurig, trotzdem fielen mir die Augen zu und ich schlief ein. Am Morgen als ich aufwachte hoffte ich, dass Herrchen meine Abwesenheit bemerkt hatte, doch es kam ein fremder Mann, der mich mit einer Schlinge fing und mich auf einen Wagen warf, auf dem sich schon einige Hunde befanden. Es roch nach Angst und Trauer. Als der Wagen voll war, fuhren wir los..

 

Schon nach kurzer Zeit lud man uns aus und sperrte uns in einen übel riechenden Käfig. Ich war so traurig, dass ich weder fraß noch trank, sondern mich in einen Winkel legte und einschlief. Ich hatte einen schrecklichen Traum: obwohl ich erst zwei Winter erlebt hatte, so gerne mit meinen Herrchen spielte und mich meines Lebens freute, sollte ich sterben! Erschrocken wachte ich auf. Es war schon hell und ich musste erkennen, dass der Traum Wirklichkeit wurde. Wir wurden in einem Raum geführt, in dem es nach Tod roch..

 

Vielleicht, liebes Herrchen, sehen wir uns irgendwo wieder, ich werde Dich freudigst begrüßen und an Deine Vergesslichkeit gar nicht denken, denn Du wirst bestimmt nach mir gesucht und mich nur nicht gefunden haben..

 

Ich habe Dich eben so lieb...

 

 

Das war damals

 

Eines Morgens erwachte ich mit meinen Geschwistern. Ich sah Mami da liegen, also lief ich hinüber, um mir mein Frühstück zu holen.. Mami war ganz warm und sie beleckte mich überall. Sie liebte uns sooo sehr.....

 

Damals war alles gut..

 

Dann kam ich in ein Haus mit zwei Kindern und ihren Eltern.. Ich konnte ins Haus kommen zum spielen. Sie haben mich sogar im Haus schlafen lassen.. Die Kinder rannten umher und ich bin hinter ihnen hergejagt.. Als ich noch klein war, durfte ich an ihnen hochspringen und sie sogar spielerisch beißen.. Die Familie lachte und ermutigte mich, so weiterzumachen.. Sie gaben mir viele Spielsachen, wie Socken, Schuhe und Stofftiere.. Ich hatte sooo viel Spaß...

 

Das war damals..

 

Als ich größer wurde, habe ich aus Versehen die Kinder umgerempelt.. Ich versuchte, ihnen in die Hosenbeine zu schnappen, wenn sie liefen.. Ich fand Spielzeuge wie jene, die mein Herrchen mir gegeben hat, als ich klein war.. Meine Familie war ständig böse mit mir.. Wenn ich an ihnen hochsprang, stießen sie mich mit ihren Knien zurück.. In der einen Minute haben sie mich für´s Beißen und Kauen angelacht, in der nächsten schlugen sie mich für eben diese Dinge...

 

Ich war sooo durcheinander..

 

Jetzt verbringe ich meine Tage, Stunde für Stunde, angekettet im Garten.. Niemand kommt raus und spielt mit mir.. Ich bin so glücklich, wenn sie hinauskommen, dass ich vor Freude springe und belle.. Ich verbringe meine Tage damit, den Garten in meiner Reichweite umzugraben, aber das macht mein Herrchen wütend.. Die Flöhe krabbeln überall...

 

Das macht mich verrückt..

 

Je länger ich hier draußen sitze, desto wütender werde ich.. Ich kann nicht verstehen, warum sie mich zu sich nach Hause geholt haben, nur um mich im Garten anzuketten.. Wenn meine Herrchen unzufrieden sind mit mir... Warum erziehen sie mich dann nicht? Warum haben sie mich ermutigt, zu springen und zu beißen? Die Dinge wurden nicht besser für mich.. Jetzt bin ich gefangen.. Die Leute kommen an meinen Zwinger, gucken mich an.. Ich belle sie an, aber niemand will mich.. Oh nein! Hier kommt die Frau mit der Leine.. Wohin bringt sie mich? Sie bringt mich in einen Raum.. Oh, sie mag mich... Es tat sooo gut, mal wieder umarmt zu werden.. Was ist das? Sie sticht mein Bein. Oh, ich bin sooo müde.. Was passiert mit mir? Ich schlafe jetzt....

 

 

 

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